Aktuelle Baufortschritt-Bilder von der neuen Stachelschwein Anlage
Pressemitteilung vom 29.01.2026
Rückblick auf das Jahr 2025: Zahlen, Daten, Fakten
Der Tierpark Luckenwalde blickt mit gemischten Gefühlen auf das Jahr 2025 zurück. Insgesamt besuchten 41.419 Gäste den Tierpark – ein Rückgang von 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024. Als eine der Hauptursachen für diese Entwicklung nennt Tierparkleiter Philipp Herrmann insbesondere die verregneten Sommerwochenenden sowie die anhaltend schlechte Witterung im Oktober. Auch das sonst besucherstarke Pfingstwochenende blieb aufgrund des zeitgleich stattfindenden Luckenwalder Turmfestes deutlich hinter den Erwartungen zurück. Zu den positiven Überraschungen des Jahres zählten hingegen der traditionelle Tierpark-Sonntag mit einem hervorragenden Ergebnis von knapp 2.000 Besucherinnen und Besuchern sowie das Gruselevent „Halloween im Tierpark“, das insgesamt 730 Gruselfans anzog und damit einen neuen Besucherrekord verzeichnete.
Auch tierisch war im Jahr 2025 wieder viel los im Tierpark Luckenwalde. Im Vogelbereich konnten sich die Besucher über Neuzugänge wie Seidenhühner und Diamanttäubchen in der Australienvoliere freuen. Zudem gab es erneut Bruterfolge bei den Halsbandsittichen sowie erstmals Nachwuchs bei den Cröllwitzer Puten. Im Bereich der Säugetiere musste der Tierpark jedoch auch traurige und überraschende Abschiede verkraften. So verstarben im Laufe des Jahres die beiden letzten Erdmännchen-Damen, was vorerst das Ende der Haltung dieser Tierart in Luckenwalde bedeutet. Außerdem verabschiedete sich der Tierpark von den beliebten Eseln Kasimir und Zimba, um Platz für zwei neue südamerikanische Tierarten zu schaffen, die 2026 einziehen sollen. Sie werden den zweiten Bauabschnitt des kleinen Südamerika-Gebiets bilden, das im vergangenen Jahr mit dem Einzug von vier männlichen Vikunjas seinen ersten Meilenstein feierte.
Auch im Eingangsbereich des Tierparks gab es sowohl positive als auch herausfordernde Entwicklungen. Mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand konnte das Tierpark-Team kleinere Erfolge erzielen, darunter die Einweihung einer sogenannten „Kuscheltier-Telefonzelle“ sowie die Aufstellung eines Automaten für Kaffeespezialitäten. Gleichzeitig verschlechterte sich jedoch die Bausubstanz des in die Jahre gekommenen Tierpark-Kiosks deutlich, sodass eine Ersatzplanung notwendig wurde.
Durchweg positiv war erneut die hohe Spendenbereitschaft von Privatpersonen und Unternehmen aus Luckenwalde und der umliegenden Region zugunsten des Fördervereins des Tierparks. Auch im Jahr 2025 konnte der Verein zahlreiche zweckgebundene Spenden verbuchen, mit denen wichtige Projekte unterstützt wurden. So ermöglichte eine private Spende den Bau der Vikunja-Anlage mit einem Zuschuss von über 13.000 Euro. Für den Abschluss des ersten Bauabschnitts der geplanten neuen Luchsanlage standen mehr als 32.000 Euro zur Verfügung, zusätzlich wurden über 17.000 Euro für den Neubau des Außenzauns in diesem Bereich bereitgestellt.
Einen besonderen Meilenstein setzte der Förderverein gemeinsam mit starken Partnern bei der Anschaffung eines neuen Elektrofahrzeugs der Marke Mercedes. Das Fahrzeug wird den Mitarbeitenden des Tierparks künftig für Futter- und Materialfahrten, Tierarztbesuche sowie dienstliche Termine zur Verfügung stehen und die laufenden Betriebskosten deutlich reduzieren. Gleichzeitig unterstreicht der Förderverein mit dieser Investition seine umweltbewusste Ausrichtung.
Für das Jahr 2026 blickt Tierparkleiter Philipp Herrmann optimistisch in die Zukunft – schließlich feiert der Tierpark sein 70-jähriges Bestehen. „Zu diesem besonderen Geburtstag möchten wir unserem treuen Publikum neue Tierarten sowie weiterentwickelte und modernisierte Anlagen präsentieren“, so Herrmann. Aktuell wird an vielen Stellen im Park an Verbesserungen gearbeitet, um bestehenden Bereichen neue Impulse zu geben und Raum für neue tierische Bewohner zu schaffen. Schritt für Schritt entsteht so ein modernerer, abwechslungsreicher Tierpark, der den Aufenthalt für unsere Gäste dauerhaft noch attraktiver machen soll.
Anlässlich des Jubiläums richtet der Tierpark einen besonderen Wunsch an seine Gäste: Unterstützen Sie den Tierpark weiterhin so engagiert wie bisher, sprechen Sie negative Kritik direkt an und tragen Sie positive Eindrücke in Ihren Freundes- und Bekanntenkreis. Wer möchte, ist zudem herzlich eingeladen, den Tierpark mit einer Mitgliedschaft im Förderverein oder als Pate zu unterstützen und sich auf der Unterstützerwand zu verewigen. Gemeinsam mit Ihnen möchte der Tierpark Luckenwalde auch in Zukunft viele weitere Erfolge feiern.
Pressemitteilung vom 25.01.2026
Zum Tod des ehemaligen Tierparkdirektors Michael Geißler
In der vergangenen Woche erhielt das Team des Tierparks Luckenwalde die traurige Nachricht, dass der ehemalige Direktor des Tierparks, Herr Michael Geißler, am 7. Januar 2026 verstorben ist.
Herr Geißler leitete den Tierpark Luckenwalde vom 1. Juli 1993 bis zum 30. September 2019 und prägte dessen Entwicklung damit über einen Zeitraum von mehr als 26 Jahren maßgeblich. Bereits vor seiner offiziellen Ernennung zum Tierparkleiter engagierte er sich intensiv für den Tierpark. Nach der Wende war er Mitbegründer des Vereins „Freunde und Förderer des Tierparks Luckenwalde e. V.“ und setzte sich als Vorstandsmitglied nachhaltig für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Einrichtung ein.
Während seiner Amtszeit verantwortete Herr Geißler zahlreiche bedeutende Meilensteine in der Geschichte des Tierparks. Dazu zählt insbesondere der Bau eines großzügigen Freigeheges für die damals vier Braunbären, die Erweiterung des Affengeheges sowie der Bau der Luchsanlage einschließlich eines späteren Erweiterungsbaus.
Durch sein großes persönliches Engagement und sein weitreichendes Netzwerk gelang es Herrn Geißler, viele Menschen, Unternehmen und Förderer für den Tierpark zu begeistern und dadurch zahlreiche Bau- und Entwicklungsmaßnahmen zu realisieren. Trotz steigender Unterhaltskosten konnte der von ihm aufgebaute Tierbestand bis zur Übergabe des Tierparks erhalten werden. Auch notwendige Sanierungsmaßnahmen, wie etwa die Erneuerung mehrerer Dächer im Tierpark, trieb er bis zuletzt in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung voran.
Die Geschichte des Tierparks Luckenwalde ist untrennbar mit dem Wirken von Michael Geißler verbunden. Sein Engagement und seine Verdienste werden dauerhaft Teil der Geschichte des Tierparks bleiben.
Das gesamte Team des Tierparks Luckenwalde spricht der Familie sowie den Freunden von Herrn Geißler sein tief empfundenes Mitgefühl aus und wünscht ihnen für die Zeit der Trauer viel Kraft.
Pressemitteilung vom 23.01.2026:
Glücksboten in Gefahr: Der Kronenkranich ist das Zootier des Jahres 2026
Dresden/Berlin, 21 Januar 2026 – Seine elegante Erscheinung, die goldschimmernde Federkrone, der weittragende Ruf und sein anmutiger Tanz machen ihn zu einem äußerst attraktiven Botschafter für seine Art und seine gefährdeten Lebensräume. Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) ernennt den Kronenkranich zum Zootier des Jahres 2026. Mit dieser Auszeichnung möchten die Kampagnenpartner auf die zunehmenden Bedrohungen für den Kronenkranich und für afrikanische Feuchtgebiete und kleinbäuerliche Kulturlandschaften als seine bevorzugten Lebensräume, aufmerksam machen. Das öffentliche Bewusstsein für seinen Schutz muss gestärkt werden.
Am 21.Januar wurde die diesjährige Kampagne im Zoo Dresden der Öffentlichkeit vorgestellt. Als prominenter Schirmherr der Kampagne betont der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer die zentrale Rolle des Artenschutzes: „Der Kronenkranich ist mehr als ein faszinierender Vogel – er ist ein Glücksbote, ein Symbol für Frieden und ein sensibler Gradmesser für den Zustand unserer Natur. Sein Schutz erinnert uns daran, dass der Erhalt der Artenvielfalt und intakter Lebensräume eine gemeinsame Verantwortung ist, die weit über Ländergrenzen hinausreicht. Mit dem Zootier des Jahres 2026 geben wir diesem besonderen Botschafter eine starke Stimme.“
Kronenkraniche erreichen eine imposante Flügelspannweite von zwei Metern. Sie leben südlich der Sahara in Afrika. Als Glücksboten und Wächter über die Gesundheit der Menschen und des Viehs werden sie in vielen Kulturen der Sahelzone verehrt. In Uganda ziert der Kronenkranich als Wappentier sogar die Nationalflagge und gilt als Symbol für Fortschritt und Frieden, in Ruanda und Burundi steht er für Glück und Reichtum. Als besonders talentierte Heuschreckenjäger helfen Kronenkraniche, die Entstehung riesiger Wanderheuschreckenschwärme, die ganze Ernten vernichten können, einzudämmen. Vogelbeobachter aus aller Welt reisen nach Afrika, um diesen imposanten Vogel in seinem natürlichen Lebensraum zu erleben. Nicht zuletzt trägt der Kronenkranich dadurch zum Einkommen vieler afrikanischer Familien bei.
Die charismatische Kranichart ist jedoch durch Lebensraumverlust, die Zerstörung von Feuchtgebieten und menschliche Eingriffe in ihre natürlichen Lebensräume zunehmend gefährdet. Auch der verstärkte Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft, die Kollision mit Stromleitungen, der illegale internationale Wildtierhandel und die direkte Bejagung durch den Menschen zur Verwendung als Nahrungsmittel oder zur Haltung als „Dekoobjekte“ in Haus- und Hotelgärten tragen dazu bei, dass die Kronenkranichbestände in vielen Regionen Afrikas seit Jahren zurückgehen. So nahm die Zahl der Kronenkraniche etwa in Ostafrika in den letzten 40 Jahren um 80% ab. In Tansania, gut drei Mal so groß wie Deutschland, leben nur noch ca. 2.000 Vögel.
Daher ist das Artenschutzengagement zahlreicher zoologische Einrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Rahmen der Kampagne zur Rettung dringend nötig. Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit informieren sie Besucherinnen und Besucher über die Situation dieser Vögel. Gleichzeitig werden Spenden gesammelt, um konkrete Maßnahmen zum Schutz der Kronenkraniche vor Ort zu ermöglichen. Die Spendengelder fließen in ausgewählte Schutzprojekte in Kenia, Tansania und Burundi, wo Konzepte zum Erhalt der Lebensräume und zur langfristigen Sicherung der Populationen umgesetzt werden.
Mit den Kampagnengeldern sollen etwa ein Geländefahrzeug und Motorräder finanziert werden, die den Projektteams den Zugang zu den schwer erreichbaren und weitläufigen Gebieten ermöglichen. Freiwillige Helfer werden ausgebildet und ausgerüstet, um die Projektteams an verschiedenen Standorten zu unterstützen. Durch die Förderung von Naturschutzbildung und nachhaltiger Landwirtschaft mit dem Ziel zur Reduzierung von Agrochemikalien sowie dem Schutz und der Neuanpflanzung von Schlaf- und Nistbäumen, sollen die Lebensbedingungen der Kronenkranichbestände verbessert werden. Die Zusammenarbeit und Einbindung der lokalen Gemeinden stehen hierbei ganz besonders im Fokus.
„Der Kronenkranich symbolisiert in dieser Kampagne die enge Verbindung zwischen Artenvielfalt, intakten Feuchtgebieten und die Verantwortung, die wir für den Erhalt natürlicher Lebensräume tragen“, betont Dr. Viktoria Michel, von der ZGAP. „Wenn wir die Kraniche schützen, bewahren wir zugleich wertvolle Habitate, von denen unzählige weitere Arten abhängen und direkt profitieren.“
Den gleichen Ansatz verfolgt auch die NABU International Naturschutzstiftung. Die Stiftung und der NABU setzen sich seit vielen Jahren gezielt für den Schutz der Kronenkraniche in Afrika ein und werden dieses Jahr als Kampagnenpartner dazu beitragen, die Schutzbemühungen auf internationaler Ebene auszuweiten und zu intensivieren.
Die Kampagne „Zootier des Jahres“
Die „Zootier des Jahres“-Kampagne engagiert sich mittlerweile seit 10 Jahren für den Erhalt hoch bedrohter Tierarten, die keine starke Lobby haben. So konnten in der Vergangenheit beispielsweise wichtige Projekte für den Erhalt von Rotohraras in Bolivien, Scharnierschildkröten in Kambodscha oder Riesengürteltieren in Brasilien realisiert werden. Mit der Kampagne möchte die ZGAP zusammen mit ihren Partnerverbänden der Gemeinschaft der Zooförderer e.V. (GdZ), der Deutschen Tierpark-Gesellschaft e.V. (DTG) und dem Verband der Zoologischen Gärten e.V. (VdZ) Artenschutz sichtbar machen, Wissen vermitteln und konkrete Hilfe vor Ort leisten. Die Wahl des Kronenkranichs für 2026 steht exemplarisch für diesen Ansatz und soll nachhaltig zum Schutz der Art und ihrer Lebensräume beitragen.
Kontakt:
Dr. med. vet. Viktoria Michel
Projektkoordinatorin "Zootier des Jahres"
Tel. 0157 / 8259 4559
Über den Tierpark Luckenwalde
Der Tierpark Luckenwalde ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Region Teltow-Fläming mit über 40.000 jährlichen Besucherinnen und Besuchern in der Kreisstadt Luckenwalde. Mit über 150 Tieren aus 25 verschiedenen Arten bietet der Park eine abwechslungsreiche Mischung aus einheimischen und exotischen Tierarten. Neben der Bildungsarbeit liegt dem Tierpark besonders die Erholung seiner Gäste am Herzen. Darüber hinaus engagiert sich das Team aktiv in Natur- und Artenschutzprojekten und schafft so einen Ort, an dem Mensch und Tier gleichermaßen im Mittelpunkt stehen.
Pressemitteilung vom 22.01.2026:
Letztes Erdmännchen im Tierpark Luckenwalde verstorben
Luckenwalde, 22.Januar 2026 – Bereits kurz vor Weihnachten ist im Tierpark Luckenwalde das letzte Individuum der beliebten Erdmännchen altersbedingt verstorben. Das Tier zeigte bis zuletzt ein normales Fressverhalten, suchte regelmäßig den Kontakt zu seinen Tierpflegerinnen und Tierpflegern und schlief in der Nacht zum 17. Dezember friedlich ein.
Aufgrund des hohen Alters des Tieres und des bereits absehbaren Endes der Erdmännchenhaltung an diesem Standort hatte sich der Tierpark frühzeitig mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Gemeinsam wurde entschieden, die Anlage nicht nachzubesetzen und die Einzelhaltung verantwortungsvoll auslaufen zu lassen, solange dies mit den Grundsätzen des Tierwohls vereinbar war.
Bereits seit dem ersten Konzeptentwurf „Tiere hautnah“ aus dem Jahr 2019 besteht Einigkeit zwischen Tierpark, Betreiber, Förderverein und der Stadt Luckenwalde, die Flächen der ehemaligen Bären- und Erdmännchenanlagen perspektivisch für einen modernen, zukunftsfähigen Tierparkeingang zu nutzen. Aus tierbestandlicher Sicht ist dieser Weg nun frei, da bereits 2022 auch die letzte Bärin des Tierparks verstorben ist. Derzeit wird über eine zeitnahe Übergangs- bzw. Kurzfristlösung beraten.
Mit dem Tod des letzten Erdmännchens verlässt eine besonders beliebte Tierart den Tierpark Luckenwalde. Für die Zukunft ist jedoch die Haltung einer anderen, ebenfalls sehr verspielten Mangustenart vorgesehen. Die für das Jahr 2026 verfügbaren Spenden und Mittel sind bereits für andere Maßnahmen eingeplant. Ob und in welcher Form bereits ab 2027 eine neue Mangustenanlage entstehen kann, wird sich nach weiteren Gesprächen mit Partnern und Sponsoren in den kommenden Monaten klären. Unabhängig davon wird der Tierpark Luckenwalde auch ohne Erdmännchen im kommenden Jahr neuen und interessanten Tierarten ein Zuhause bieten.
Über den Tierpark Luckenwalde
Der Tierpark Luckenwalde ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Region Teltow-Fläming mit über 40.000 jährlichen Besucherinnen und Besuchern in der Kreisstadt Luckenwalde. Mit über 150 Tieren aus 25 verschiedenen Arten bietet der Park eine abwechslungsreiche Mischung aus einheimischen und exotischen Tierarten. Neben der Bildungsarbeit liegt dem Tierpark besonders die Erholung seiner Gäste am Herzen. Darüber hinaus engagiert sich das Team aktiv in Natur- und Artenschutzprojekten und schafft so einen Ort, an dem Mensch und Tier gleichermaßen im Mittelpunkt stehen.